Tao der Nacht
© Tai Chi Schule Wiesbaden 2012

Januar 2013

BLOG Home Traum Yoga Traum Qi Gong Schlaf Yoga Systemische Traumaufstellung Seminare Blog Über uns
Traum und Schlaf Yoga – Meine Perspektive Seit 1998 habe ich viel Übungszeit in das Schlaf- und Traumyoga verwendet und tue es auch heute noch. Was beinhaltet eigentlich alles das Tao der Nacht? Nun zum einen habe ich mir viel Zeit für die Bettruhe eingeräumt. Ich habe wirklich darauf geachtet ausreichend Schlaf zu bekommen. Desweiteren habe ich zu Zeiten alle meine Träume aufgeschrieben, auch mitten in der Nacht. Meine Sammlung an Traumtagebüchern ist mittlerweile, wenn man sie stapeln würde fast so hoch wie ich. Außerdem habe ich über einen Zeitraum von mehreren Jahren alle 1-2 Wochen Resumés gezogen oder die Aufzeichnungen mit Tagesgeschehnissen verglichen. Ich habe mir auch die Mühe gemacht alle Träume, die ich im Verlauf eines Jahres hatte in ein Computerprogramm einzugeben um so meine Träume besser analysieren zu können. Mir war es vergönnt an Traumseminaren teilzunehmen. Ich bin dafür bis in den Amazonas nach Brasilien gereist oder habe mir Belehrungen auf Hawaii zuteil werden lassen. Aber auch in Deutschland und der Schweiz habe ich interessante Workshops besucht. Weiterhin habe ich Online Konferenzen mitgemacht und Traumgruppen online mitgestaltet. Ein anderes spannendes Übungsfeld das sich mir aufgetan hat, ist die Schlaf-Yoga Praxis. Hier durfte ich angenehme Mittagsschläfchen halten oder extra Stunden im Bett verbringen, damit sich die anvisierten Bewusstseinszustände auch manifestierten. Hätte ich das alles machen können als Familienvater mehrerer Kinder – wohl eher nicht. Ich meine ich habe teilweise 10-12 Stunden pro Tag/Nacht im Bett verbracht – es war egal ob ich um 23.00 Uhr oder 2.00 Uhr nachts ins Bett gegangen bin und um 11.00 Uhr oder erst um 13.00 Uhr aufgestanden bin – die Leute die mich damals kannten wussten dass vor 10.00 Uhr morgens anrufen keinen Sinn ergeben hätte. Mit anderen Worten hatte ich einen ungeheuren Freiraum, um mich in punkto Schlaf- und Traumyoga zu entfalten. Das hat nicht jeder. Das ist eine Mischung aus Luxus und Commitment. Ich habe dann oft auch tagsüber mich mit der Thematik weiter beschäftigt – so ist es nicht verwunderlich, dass ich einen ganzen Bücherschrank voll mit Traum- und Schlafliteratur besitze. Zu guter letzt habe ich auch noch viel Zeit mit dem Traum Qi Gong üben verbracht, um die Übungen die ich im Traumzustand entweder selber ausgeführt habe oder von Traumlehrern gezeigt bekommen habe, auch wirklich zu verstehen. Also letztenendes habe ich mich teilweise 24 Stunden dem Tao der Nacht gewidmet. Ich habe diese Entscheidung nie bereut und die Erfahrungen die ich dabei gesammelt habe, erfreuen mich immer noch. Das heisst jetzt im Umkehrschluss aber nicht, dass man als Papa oder Mama leider nicht Traum-Yogi werden kann – ganz im Gegenteil, es erfordert nur realistische Zielsetzungen und die Bereitschaft auf Anderes zu verzichten. Die Maxime lautet „weniger ist mehr“. Lieber ein paar Dinge „richtig“ machen als überall ein bisschen rumzuwerkeln, aber nichts wirklich zu durchdringen. Und nur um das klarzustellen, mein Leben hat sich verändert, ich habe heute mehrere Kinder und bin immer noch Traumyogi . Ausserdem können Teilaspekte der Übungspraktiken, wie z.B. die Schlafraumgestaltung oder entspannteres Schlafen auch zu mehr Lebensqualität führen also macht es durchaus Sinn, sich mit solchen Thematiken auseinander zu setzen. Was mir im Laufe der Jahre aber klar geworden ist, dass viele Menschen unrealistische Vorstellungen und auch Erwartungen an Übungswege haben. Da sind dann Enttäuschungen vorprogrammiert und manchmal auch Ärgernisse da man nicht bekommen hat was auf der Verpackung draufsteht. Dies betrifft beide Seiten im übrigen, sowohl den Lehrer/in als auch derjenige/diejenige der/die etwas lernen möchte. So kann ich heute klar sagen, was ich anbieten kann und wofür ich der komplett falsche Lehrer bin. Damit ihr auch Klarheit über Euren möglichen Übungsweg erlangen könnt, habe ich einen kleinen Fragebogen entwickelt. Hierbei geht es um eine Standortbestimmung, das Ziel des Fragebogens ist die Ermittlung Eures individuellen Schlaf- und Traumtypus. Einfach auf das PDF klicken und ihr erhaltet den Fragebogen.
(Hawaii 2004)
(Brighton, England 2011)