Tao der Nacht
© Tai Chi Schule Wiesbaden 2012

Februar 2013

Fortschritte machen im Traum Yoga? Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob es denn überhaupt möglich ist den Lernfortschritt im Traum Yoga als Aussenstehender zu beurteilen. Das Problem beim Träumen ist, dass es in einem inneren Raum stattfindet, der meistens nur dem Träumer selber zugänglich ist. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen, indenen sich entweder Trauminhalte von unterschiedlichen Träumern miteinander verbinden (”mutual dreaming” heisst hier der Fachausdruck), also ein direkter Austausch stattfinden kann. In den meisten Fällen ist der Traum jedoch ein innerer Ort in dem Bewusstsein einer träumenden Person. Wenn man von Fortschritt spricht, so ist die Ausgangsfrage entscheidend, was möchte man den überhaupt erreichen? Ein Ziel in der Kunst des Träumens kann darin bestehen sich von alten emotionalen Wunden zu befreien. Ein Beispiel aus meinem Leben. Ich bin nicht sonderlich gerne zur Schule gegangen, insbesondere der Englischunterricht war mir ein Greul, da der Lehrer ein kleiner Tyrann war, der einen gerne schikanierte. Ich träumte auch Jahre später noch von unangenehmen Schulsituationen. Dann hatte ich einen luziden Traum, indem wieder dieser Englischlehrer vor mir stand und mich gängeln wollte - da ich wusste, dass ich träume, machte es mir nichts aus und ich stutze ihn im Gegenzug ordenlich runter, was ihm denn überhaupt einfiele so mit mir umzugehen - die Traumfigur erstarrte förmlich und stellte keinerlei Bedrohung mehr für mich da. Sie ist seit dem auch nie wieder aufgetaucht. Wenn ich heute von diesem Englischlehrer rede so schwingen keinerlei emotionale Dinge mit - ich kann es neutral erzählen ohne dass ich alte Erlebnisse erneut durchlebe. Dadurch habe ich eine inneren freien Raum erhalten den ich mit anderen Dingen füllen kann, die nicht spannungsgeladen sind. Denn im Kern sind es genau diese inneren Verkrampfungen und Festhaltemuster (speziell an negative Erlebnisse) die einen auch physisch fest und verspannt werden lassen. Kurz gefasst kann man den Fortschritt daran messen, ob man sich innerlich und äusserlich entspannter fühlt - da sich alle Dinge ob kurz oder lang auf der physischen Ebene zeigen - ist der eigene Körper quasi der Ort an dem sich ein “Fortschritt” zeigt. Daher kann ich nur wärmsten empfehlen in der eigenen Übungspraxis Körperübungen mit einzubauen. Besonders geeignet ist hier das Traum Qi Gong weil es in sich eine direkte Verbindung zum Träumen hat.
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