Tao der Nacht
© Tai Chi Schule Wiesbaden 2012

Februar 2014

Tao der Nacht - oder der Nutzen eines kompletten Übungssystems Mir ging es immer bei der Entwicklung des Tao der Nachts darum ein umfassendes und praktikables Übungssystem zu erschaffen. D.h. dass es wirklich die unterschiedlichen Ebenen mit einbezieht. Wenn man sich z.B. nur für luzides Träumen interessiert, versäumt man meiner Meinung nach ganz wichtige innere Botschaften, die in “normalen” Träumen aus dem Unterbewusstsein hervortreten. Betrachtet man “nur” die Ebene des Träumens ohne sich um bewusstes Schlafen zu kümmern, so können z.B. wach induzierte luzide Träume nicht verwirklicht werden. Eigentlich ist die Kunst des Träumens auch nie seperat von anderen Übungen unterrichtet worden. Also zumindest traditionell gibt es so einen fragmentierten Übungsweg nicht. Er kann auch einige Imbalancen aufwerfen. Ganz konkret heisst das, dass man die unterschiedlichen Daseinsbereiche miteinander wieder verbindet. Tag und Nacht. Traum-Schlaf-Wachbewusstsein. Im Taoismus unterscheidet man zunächst 8 verschiedene Ebenen oder Bewusstseinsbereiche. Man spricht auch von 8 Körpern. Dem physischen Körper, dem energetischen Körper, dem emotionalen Körper, dem mentalen Körper, dem übersinnlichen Körper, dem kausalen Körper, dem Körper der Individualität und schliesslich noch vom grossen Tao. Im Idealfall hat man verschiedene Übungen für die einzelen Daseinsbereiche, die sich miteinander verbinden und ergänzen. Nur so kann man wirklich “aufwachen”. Daher beinhaltet das Tao der Nacht auch Übungen für die eigene Physis und nicht nur die Erforschung des Traumraums. Im Traum Qi Gong wird die körperliche / energetische Ebene entspannt, ausbalanciert und von Blockaden befreit. Dies findet immer ihren Ausdruck auf der emotionalen und mentalen Ebene. Mit anderen Worten unsere Träume werden sich verändern, sobald sich tiefer gehende Blockaden innerhalb unseres physischen und energetischen Körpers lösen. Wenn keine wirkliche, fühlbare Verknüpfung mit der eigenen Physis stattfindet, bleiben die geträumten Realitäten nur eine Idee und sie wird nicht manifestierte Wirklichkeit. Das würde bedeuten, dass man zwar über die unglaublichsten Traumfähigkeiten verfügt, aber körperlich nicht sonderlich vital wäre. Diese Imbalancen auszugleichen ist ein Ziel des Tao der Nacht.
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